Kurzinterview mit viimagic GmbH

1. Bitte stellen Sie uns Ihr Unternehmen kurz vor.

Die viimagic GmbH wurde 2009 aus der Deutschen Thomson OHG  ausgegründet. viimagic entwickelt und vertreibt  Bildsensoren für hochauflösende Kameras, optische Sensoren sowie Sensor-Aktor-Systeme. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Entwicklung und dem Vertrieb von Standard-Sensorproduktlinien über die Realisierung  von individuellen Kunden-Designs bis hin zur Unterstützung bei der Sensorintegration in kundenspezifische Systeme. viimagic verfügt über langjährige Erfahrungen in der Entwicklung und Fertigung von mikroelektronischen Einzelbauelementen bis hin zu kompletten Modulen der Sensorik und Aktorik. Die gesamte Palette der Verfahren des Microelectronic Packagings, von der SMD-Montage bis hin zu Chip-on-Board– Technologien für ungehäuste Halbleiterchips wird angeboten. Die Firma ist in der Lage für kundenspezifische Aufbauten  über die Designphase, Prototyping bis hin zur Serienfertigung, die gesamte Prozesskette modernster Elektronikfertigung gemeinsam mit Partnern zu übernehmen. Auch Machbarkeitsstudien, Werkstoff- und Technologiekonzepterstellung sowie die komplexe wissenschaftlich fundierte Technologieberatung zur Aufbau- und Verbindungstechnik für  mikroelektronische Bauelemente gehören zum Portfolio.  Momentan  nutzt viimagic die Fertigungs – und Protypingskapazitäten  benachbarter Unternehmen, die unter Vorgabe  und Leitung von viimagic die notwendigen Demonstratoren erstellen können.

 

2. Sie sind Mitglied im Netzwerk „UtBr – Umwelttechnologie und Bodenrekultivierung“. Wo liegt die Schnittstelle zwischen diesen Bereichen und Ihrem Unternehmen?

Die wiss. / techn. Probleme und Anforderungen aus dem Netzwerk  „UtBr – Umwelttechnologie und Bodenkultivierung  waren bisher kein Thema für das Microelectronic Packaging; hier sind die klassischen Kunden die Automobilindustrie, die Sicherheitstechnik, Luft – und Raumfahrt, Medizintechnik  etc. Umso interessanter zeigt sich aber dieses Aufgabengebiet, da hier neue und innovative Einsatzgebiete für Sensoren und Aktoren erschlossen werden können. Viimagic sucht nach  technischen Lösungen entsprechend den Erfordernissen der Projektpartner, durch die Anwendung von bekannten Sensorlösungen wie Inertialsensoren, optische Sensoren, elektromagnetische Sensoren, Druck – und Kraftwandler, Material – und Struktursensorik bieten sich für viimagic eine Reihe neuer Anwendungsfelder mit hohem Marktpotential.

Es gilt nunmehr die Anforderungen der Umwelttechnologie und Bodenrekultivierung aufzunehmen und in Entwicklungsmuster und Demonstratoren umzusetzen.

 

3. Was sind Ihre Ziele in diesem Netzwerk? Und welche Projekte planen Sie innerhalb des Netzwerks?

Die Ziele der viimagic GmbH  im Netzwerk:

  • Mit den neuen Partner technische Lösungen entsprechend dem Bedarf und der Problemstellung generieren und in Musterlösungen umzusetzen
  • Technische Lösungen zu entwickeln, die allen Anforderungen (Zuverlässigkeit, Sicherheit) einer industriellen Anwendung genügen
  • Lösungen zu entwickeln diei in der Perspektive einen Fertigungseinsatz ermöglichen und damit Umsatz für die viimagic generieren.

Welche Projekte letztendlich daraus entstehen, lässt sich momentan noch nicht festlegen. Hierzu ist die Phase der Sammlung von technischen Anforderungen  bei weitem noch nicht abgeschlossen. Dieser Prozess bedarf etwas mehr Zeit,  als dass in der  Kooperation mit Partner aus der Industrie erfolgt.  Zu weit sind hier mitunter die Herangehensweisen und die Spezifik der Fachgebiete derzeit noch von einander entfernt; Biologie und Umwelttechnik sind mit den industriellen Herangehensweisen vielfach nicht ausreichend bekannt, andererseits fehlt der Elektronikindustrie vielfach das Feeling und Know How für die Probleme.

 

4. Warum können Sie anderen Unternehmen eine Arbeit im Netzwerk empfehlen?

Hervorzuheben ist hier die Tatsache, dass Partner für eine Zusammenarbeit  gewonnen werden, die unter normalen Verhältnissen wohl kaum an einen Tisch kommen. Zu weit entfernt sind  hier zumeist die Denkweisen; Erfordernisse   und Lösungskonzepte.  Die Elektronikindustrie denkt verstärkt an Lösungen für mittlere bis hohe Stückzahlen und weitgehend automatisierten Fertigungslösungen, hier kommt es erstmal vorrangig auf Lösungskonzepte für kleine Stückzahlen, aber mit hohen wissenschaftlich – technischen Anspruch an. Die Zusammenarbeit im Netzwerk bietet einen beträchtlichen Gewinn   für alle Partner und ist daher auch mit gutem Gewissen weiter zu empfehlen.

Veröffentlicht in UTBR